Monday, July 4, 2011

Stillprobleme

Jahr 2 Tag 125 - 25. Mai 2011:

Heute waren wir in der Stillklinik wo eine wirklich nette Krankenschwester uns beim Stillen zugeschaut hat und versucht hat uns Tipps fuer einen besseren Saugansatz zu geben. Sie meint rein optisch schaut es gut aus was wir machen aber weh tun sollte es nicht. Sie hat auch festgestellt dass ich sehr flache Nippel habe was es schwerer macht sie im Mund an die richtige Stelle zu bekommen (hinten im Mund wird die Gaumenplatte weicher und daher die Brust nicht gequetscht). Ich aergere mich dass mir das vorher nicht bewusst war sonst haette ich schon in der Schwangerschaft etwas dagegen unternehmen koennen.

Nach langem hin und her kommen wir zu dem Schluss das es wohl das Beste ist sich eine elektrische Pumpe in der Apotheke auszuborgen und meinen Nippeln etwas Zeit zum Heilen zu geben. Das Ganze entspricht so gar nicht meiner Vorstellung denn mit Flascherl fuettern kann zu mehr Verwirrung fuehren (Saugen an der Flasche ist ganz anders als an der Brust) doch die Schmerzen sind kaum auszuhalten und Besserung ist nicht in Sicht.

Das Abpumpen ist muehsam denn es braucht viel Zeit und ist schwer zu timen. Dazu kommt auch noch nur ein wirklich geringer Teil Milch raus und das fuerht zu grossen Sorgen ueber die Menge an Milch die meine Suesse bekommt.

Gluecksgefuehle???

Jahr 2 Tag - 24. Mai 2011:

Die ersten Tage daheim erweisen sich als wirklich schwierig. Meine Hormone machen mir schwer zu schaffen und ich weine viel.
Natuerlich lieb ich unser kleines Wuermchen und fuehle mich sicher und wohl im Umgang mit ihr, aber emotional fuehle ich mich doch ziemlich ueberfordert. Warum genau wollte ich unbedingt ein Baby?
Gespraeche ueber Skype mit daheim helfen aber loesen auf der anderen Seite auch furchtbares Heimweh aus.

Ausserdem haben wir Schwierigkeiten beim Stillen. Die Kleine saugt immer noch ganz fleissig doch tut sie mir dabei leider furchtbar weh.
Unsere Hebammen kuemmern sich mit Hausbesuchen ganz gut um uns, versichern mir dass das alles ganz normal sei und ueberweisen mich in eine Stillklinik.

Dafuer muss man sagen dass wir einen wirklich guten Rhythmus entwickelt haben. Alex und ich passen abwechselnd auf unsere suesse Maus auf und kommen so immerhin zu etwa 2-3 Stunden Schlaf am Stueck. Ich muss auch sagen dass ich bei weitem nicht so muede bin wie erwartet. Ich, die sonst immer 8 Stunden Schlaf Minimum braucht, ist nun frisch und munter und kann unter Tags selbst wenn ich die Gelegenheit habe, kein Auge zu machen.

Gelbsucht, Schlafprobleme und Stoffwindeln

Jahr 2 Tag 123 - 23. Mai 2011:

Heute hatten wir den ersten Hausbesuch von der Hebamme. Sie ist zufrieden mit uns auch wenn wir etwas dehydriert sind und leichte Gelbsucht haben. Ich hab aber das Gefuehl das meine Milch langsam kommt (ich nehme ja auch schon brav seit 2 Tagen vor der Geburt Laktosetropfen um die Milchproduktion anzuregen).

Schlafen gleichzeitig mit der kleinen Maus ist unmoeglich. Sobald wir sie auf den Ruecken legen beginnt sie zu raeuspern und grummeln, ich hab das Gefuehl das sie Schleim im Rachen hat. Ausserdem werkt sie unentwegt mit den Beinchen und drueckt als haette sie Bauchiweh. Die Geraeusche die sie dabei macht sind so laut das wir nicht schlafen koennen und sie weckt sich auch selbst auf damit. Deshalb schlaeft sie abwechselnd auf uns wo sie endlich zur Ruhe kommt. Wir hoffen das bessert sich noch.

Wir haben begonnen die Stoffwindeln zu verwenden und ich muss sagen das funktioniert soweit super. Ich find sie sogar besser als die Wegwerfwindeln weil ich besser sehen kann wie viel Pipi sie macht. Bei den Wegwerfwindeln wird das schon so gut eingesaugt, dass es manchmal schwer zu sagen ist ob die Windel ueberhaupt nass geworden ist.

ist sie nicht zum anbeissen suess? :-)



endlich daheim

Jahr 2 Tag 121 - 21. Mai 2011:

Schon heute frueh waren wir bereit das Krankenhaus endlich zu verlassen und nach Hause zu fahren. Leider hat sich dann noch alles bis um 2 am Nachmittag dahingezogen, doch dann waren endlich alle Papiere fertig und die Krankenschwestern bereit uns gehen zu lassen.

Die Heimfahrt war Gott sei Dank nur kurz, denn unsere Kleine hat den Kindersitz so gar nicht moegen (sie ist auch noch etwas klein dafuer), doch Saugen am Finger laesst schnell alle Sorgen vergessen;-).

Daheim waren wir alle ziemlich erschoefpt

und haben erstmal versucht etwas zu schlafen.

Sunday, July 3, 2011

erstes Kennenlernen

Jahr 2 Tag 120 - 20. Mai 2011:

Wir machen uns ganz gut. Abwechselnd halten wir die kleine Maus damit der jeweils andere zu etwas Schlaf kommt.

Meine Wunde tut weh aber ich habe schon den Katheter entfernt bekommen und war auch gleich mal duschen. Alles geht natuerlich nur im Schneckentempo aber immerhin es geht. Stillen ist etwas schwieriger als erwartet, wir brauchen oft die Hilfe der Schwestern die aber leider alle eine andere Herangehensweise an das Ganze haben. Die Kleine Sumse ist aber brav am Saugen und ich bin zuversichtlich dass wir das in den naechsten Tagen meistern werden.

Alex weicht nicht von unserer Seite und ernaehrt sich nur von ein paar Muesliriegel die wir mitgebracht haben. Doch am Abend kommen uns Freunde besuchen und bringen netterweise Sushi mit☺.

wir sind Eltern

Jahr 2 Tag 119 - 19. Mai 2011:

Nachdem in den letzten Tagen auch noch ein grosses Durcheinander geherrscht hat ob und wann wir jetzt im Krankenhaus erscheinen sollten, waren wir schlussendlich doch heute um 8.00 bestellt. Wir waren schnell eingecheckt und haben ein wirklich nettes, grosses Zimmer bekommen mit eigenem Bad und Ausziehbett fuer den Daddy.
Wir wurden auch gleich vorbereitet fuer die OP. Ich wurde an den Tropf angehaengt und Alex mit OP-Kleidung ausgestattet.

Dr. Alex

Dann begann das grosse Warten. Ich habe versucht so viel wie moeglich zu schlafen und mich gedanklich darauf vorzubreiten dass wir in ein paar Stunden ein Baby haben wuerden. Eine schwierige Aufgabe kann ich euch sagen.
Urspruenglich war die OP fuer gegen 1 geplant doch im Endeffekt mussten wir bis nach 4 warten. Eine muehsame Angelegenheit vor allem weil ich seit Mitternacht nuechtern sein musste.

Doch dann ging alles sehr schnell. Huxflux waren wir im OP, unsere Hebamme an unserer Seite. Ich habe den Kreuzstich bekommen und konnte innerhalb von Sekunden meine Beine nicht mehr spueren, ein sehr merkwuerdiges Gefuehl. Dann wurde auch schon der Sichtschutz an meinem Oberkoerper aufgebaut, Alex wurde neben meinen Kopf gesetzt, ich hab bemerkt dass ich fuer die OP vorbereitet wurde weil ich gewackelt hab, konnte aber wirklich gar nichts spueren. Das Team war sehr erstaunt ueber unsere Bitte den Kaiserschnitt auf Monitor verfolgen zu koennen, aber sie haben die Kamera eingestellt und uns einen Bildschirm in Sichtweite geschoben und dann gings auch schon los.

Den ersten Schnitt hab ich mir nicht angesehen aber dann hat die Aertzin auch schon hineingegriffen und angefangen die Beinchen herauszuziehen.
Das ganze hoert sich wesentlich schlimmer an als es ist. Wir haben nur meinen Bauch am Schirm gesehen (nicht das Gesicht) und somit keinen direkten Zusammenhang zu mir hergestellt, fast so wie bei einer Emergency Room Folge☺. Natuerlich sieht man etwas Blut und die Fruchtwasserfluessigkeit aus dem Bauch laufen, aber mehr sieht man auch schon nicht, denn die Aerztin kann hineingreifen ohne den Bauch wirklich aufdehnen zu muessen, man bekommt also keinen Einblick auf Gedaerme oder Aehnliches.

Nach den Beinchen kam auch schon der kleine Po und dann ein seeeeehr langer Oberkoerper bis wir endlich den Kopf sehen konnten. Sogar die Arztin war erstaunt wie lang die Kleine war☺. Und dann haben wir gesehen warum sie nicht die Moeglichkeit hatte sich im Bauch zu drehen. Die Nabelschnur war hinter ihrem Kopf und dann rund um die Beinchen Verschlungen so dass sie wie ein Paket verschnuert in mir lag. Es war also gut dass wir uns fuer einen Kaiserschnitt entschieden hatten denn eine normale Geburt waere so sehr unwahrscheinlich gewesen.

Danach ging alles furchtbar schnell. Die kleine Maus wurde zur Kinderaerztin gebracht die sie schnell abgewischt und sofort alle Untersuchungschritte durchlaufen hat. Ich konnte das ganze aus dem Augenwinkel beobachten, doch war hauptsaechlich mit Schluchzen beschaftigt. Alex war hin und hergerissen zwischen unserem kleinen Wunder und mir und meinen Traenen;-). Und dann hatte ich auch schon die Kleine auf der Brust. Die Hebamme hat uns wirklich super geholfen unsere Wuensche umzusetzten und waehrend ich genaeht wurde hatte ich unsere kleine Maus Haut an Haut auf der Brust und konnte ersten Kontakt mir ihr knuepfen. Sie war ganz sauber, super weich, mit ganz langen dunklen Haaren, langen duennen Fingerchen, ganz dunkellilanen Fingernaegelchen und ganz aufmerksam. Ich hatte ja befuerchtet dass sie von den Medikamenten schlaefrig sein wuerde aber sie hat uns mit grossen Augen neugierig gemustert.


Nachdem ich genaeht war ging es fuer uns alle in den Aufwachraum. Ich konnte meinen Lieben zwar nicht sehen aber hoeren und wusste dass die Hebamme sich gut um sie kuemmern wuerde. Unsere kleine Maus war etwas ausgekuehlt von unserer Kuschelaktion im kalten OP aber Alex hat sie gleich an die Brust gelegt bekommen und sie schnell Haut an Haut wieder aufgewaermt. Eine halbe Stunde spaeter, als ich mich endlich etwas mehr bewegen konnte (der Anaesthesist hatte mich bis unter die Augen betaeubt) war die Kleine auch schon wieder bei mir und hat auch gleich ganz vorbildhaft zu stillen begonnen. Wir waren alle begeistert wie aufmerksam sie war und wie gut wir diese erste Huerde gemeistert haben.


Danach musste die Hebamme leider weiter und ohne Begleitung konnten Alex und Baby nicht bei mir bleiben. Die beiden haben es sich also einen Stock hoeer in meinem Bett bequem gemacht waehrend ich darauf gewartet habe wieder meine Beine zu spueren. Ich bin wirklich stolz auf den frisch gebackenen Daddy, den haben sie naemlich ganz alleine mit der Kleinen in dem Zimmer sitzen lassen und er hat sich ganz vorbildlich um sie gekuemmert bis ich endlich wach genug war um zu ihnen zu stossen.

Leider wurde mir wiedereinmal von der Narkose furchtbar schlecht und ich habe mich die halbe Nacht uebergeben, was meinen Superzwerg keineswegs gestoert hat. Sie hat fleissig auf der einen Seite weitergestillt, waehrend mir Alex ganz fuersorglich auf der anderen Seite die Spuckschuessel gehalten hat;-).

Ueber Skype waren schnell die stolzen Grosseltern daheim angerufen

und dann haben wir versucht etwas Schlaf zu bekommen, was nicht so leicht ist wenn man ein Baby haelt.

Aber wir haben uns super abgewechselt und so vermieden unsere Sumse auf den Ruecken in das Basinett legen zu muessen wo sie zuvor sofort angefangen hatte zu wuergen, wahrscheinlich von zu viel Schleim in ihrer Lunge.

Wir freuen uns also euch allen unsere kleine Tochter vorstellen zu duerfen:

Zoë Aurora (52cm, 3780g)

Babyparty

Jahr 2 Tag 115 - 15. Mai 2011:

Heute haben liebe Freunde eine Babyshower fuer uns veranstaltet. In Amerika ist es ueblich dass sich Freunde und Verwandte vor einer Geburt zusammenfinden und den werdenden Eltern Sachen fuers Baby schenken.
Allerdings wollten wir das Ganze nicht genau so aufbauen damit sich niemand verpflichtet fuehlt uns etwas zu schenken, schliesslich kennen wir die Meisten hier nicht lange und gut genug. Wir wollten also einfach einen netten „Babynachmittag“ mit unseren Freunden hier verbringen und fanden es sehr nett das Jacy und George ihr Wohnung dafuer zur Verfuegung stellten.

Wir hatten auch wirklich einen sehr netten Nachmittag mit vielen unserer Freunde und haben am Ende doch einige Geschenke fuer unseren kleinen Zwurck bekommen☺.


Der Tag war allerdings auch ein bisschen verhext. Karin (die Oesterreicherin) hat sich mit den Oeffis so verfahren dass sie 3 Stunden um sonst unterwegs war (natuerlich war auch noch das Handy leer und sie konnte uns nicht anrufen und um Hilfe fragen). Und unsere besten Freunde hier haben einfach auf uns vergessen. Als ich sie dann am Abend erreicht habe um zu fragen ob alles in Ordnung sei (ich hatte mir schon Sorgen gemacht) war Aleasha so ueber sich selbst enttaeuscht das sie sogar angefangen hat zu weinen, die Suesse.